Börsenadler Aktienanalyse

Börsenpsychologie: Confirmations Bias

Börsenpsychologie!

In dieser Beitragsserie gehe ich auf verschiedene psychologische Phänomene ein, die in Verbindung mit der Börse vorkommen.

Heute geht es weiter mit der Episode 6 von Börsenpsychologie: Confirmation Bias

Kennst du diese Situation und hast dich auch schon Einmal dabei ertappt, dass du von etwas überzeugt bist und anschließend nur nach Infos oder Menschen Ausschau hältst, die dies bestätigen?

➡️ Dieses Phänomen nennt man Bestätigungsfehler und er tritt in den verschiedensten Lebensbereichen auf. Für all das, für was wir uns entscheiden oder wovon wir überzeugt sind.

➡️ Der Bestätigungsfehler fördert unsere subjektive Sicht auf die Geschehnisse an der Börse.

Definition

  • Zu deutsch: Bestätigungsfehler; gehört zu den kognitiven Verzerrungen
  • Die Neigung, Informationen so auszuwählen und zu interpretieren, dass sie die eigenen Erwartungen erfüllen

Bedeutung für die Anlegerpraxis

  • Aufgrund bestimmter Neigungen, Erfahrungen oder Emotionen bilden wir eine spezifische Erwartung ggü. von bestimmten Unternehmen etc.
  • Die Erwartung tritt an der Börse häufig in Kombination mit einer Liebe für einen Wert auf, bei der sich Anleger die Informationen für einen Wert so zurecht legen, dass dieser immer positiv wirkt.

Risiken

  • Der Verstand und das rationale Denken werden vernachlässigt
  • Bei dieser Verzerrung besteht sogar die Gefahr eines Totalverlustes: Da durch die Liebe, z.B. zu einer bestimmten Aktie, sämtliche Argumente oder Entwicklungen an den Anleger abprallen oder ein stetiger Optimismus alles andere überdeckt

Börsenadler-Fazit:

1. Verliebe dich niemals in ein Wertpapier: „Impossible is Nothing“ gilt sowohl für einen nördlichen als auch südlichen Verlauf des Kurses

2. Nobody is perfect: Hinterfrage dich und deine Entscheidungen, auch Warren Buffet oder Beate Sander machen Fehler

3. Wirf dein Ego über Bord: An der Börse geht es nicht darum Recht zu haben, sondern zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu handeln

✅ Wer sich an die Bewertung von Aktien anhand von Fundamentaldaten hält und auf Grundlage dieser Daten handelt, der braucht sich auch keine Informationen oder Impulse zur Bestätigung holen.

❓ Hast du schon Einmal einen Bestätigungsfehler an dir entdeckt? Schreibs mir in die Kommentare ✍

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Keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung, lediglich meine Meinung, daher keine Haftung!

  1. Wie siehst du das als konklusion zu Robo-Investoren?!
    Diese können ja keine Emotionalen Fehler machen..

    • Kommentar des Beitrags-Autors

      Boersenadler

      Vielen Dank für deine spannende Frage Alexander! Ich denke Robo-Investoren werden künftig eine weitverbreitete Möglichkeit sein, passiv zu investieren wie es z.B. bei der Anlage in ETFs der Fall ist. Ein Risiko sehe ich jedoch in der Programmierung und der Vertrauenswürdigkeit. Sicher wird es auch Instanzen geben, die Robo-Investoren zu Fehlern oder Fallen verleiten bzw. manipulieren können. Somit ist zwar richtig, dass diese keine emotionalen Handlungen tätigen, jedoch gibt es dann andere Fehlerquellen.
      Für meinen Geschmack sind diese nichts, da ich die Kontrolle und Verantwortung für meinen (Miss)erfolg nicht einer KI übergeben möchte, dafür bedeutet mir das Thema Börse zu viel.

      Viele Grüße
      Kartal von Börsenadler

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